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11.04.2017

Ziwar (11) braucht dringend einen Stammzellspender

Mehrere hundert Menschen haben sich seit dem letzten Jahr aufgrund des Schicksals des syrischen Jungen aus Hameln als Stammzellspender typisieren lassen. Leider war Ziwars Lebensretter noch nicht darunter.

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Zwei Jahre war Ziwar Cheikho erst alt, als sich bei ihm 2008 die ersten Symptome einer lebensgefährlichen Erkrankung zeigten: autoimmunhämolytische Anämie (AIHA), eine schwere Bluterkrankung. Die roten Blutkörperchen, die im Körper den Sauerstoff transportieren, werden vermehrt und vorzeitig abgebaut. 2011 stürzte der andauernde Bürgerkrieg seine Heimat Syrien ins Chaos. Auch die medizinische Versorgung von Ziwar war nicht mehr gesichert. Ein Jahr später entschloss sich Ziwars Vater Ammar, der gegen das Assad-Regime demonstrierte und im Gefängnis gefoltert wurde, das Land zu verlassen und dorthin zu gehen, wo sein kranker Sohn eine größere Chance auf ein Überleben hat. Die abenteuerliche Flucht führte das Vater-Sohn-Gespann nach Hameln. 2014 folgten ihnen Ziwars Mutter und seine beiden jüngeren Brüder nach Niedersachsen.

 

Eigentlich geht der aufgeweckte Ziwar in die vierte Klasse und spielt gerne zusammen mit seinen Geschwistern und Freunden Fußball. Seine großen Idole: Lionel Messi und Marco Reus. Doch Ziwar muss gerade um sein Leben kämpfen. Die Medikamente helfen nicht mehr und der 11-Jährige ist sehr anfällig für Infektionen. Aktuell muss er sich in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wieder einer Chemotherapie unterziehen. Die einzige Überlebenschance des tapferen Jungen ist eine Stammzellspende eines "genetischen Zwillings".

 

Viele Menschen setzen sich für Ziwar ein. Die IMPULS gGmbH in Hameln unterstützt nicht nur seinen Vater bei der beruflichen Qualifizierung und Integration. In ihren Räumen fand im September 2016 auch eine Typisierungsaktion mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) statt. 217 Neuspender ließen sich dort testen. Da die für eine Stammzellspende grundlegenden Gewebemerkmale auch von der regionalen Herkunft abhängen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung mit Ziwar unter Menschen ähnlicher Abstammung größer. Innerhalb Deutschland haben wir hunderte Typisierungssets an ganze Familien mit Wurzeln im Nahen Osten verschickt. Auch im europäischen Ausland entschieden sich zahlreiche Leute aus dieser Region, sich für Ziwar und andere Blutkrebspatienten zu registrieren.

 

Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands wurden dem tapferen Jungen vor kurzem die Stammzellen eines Spenders transplantiert, dessen Gewebemerkmale nur zu 70 Prozent mit ihm übereinstimmen. Diese Transplantation war unglücklicherweise nicht erfolgreich – Ziwar wartet noch immer auf seinen Lebensretter.

 

Deshalb möchten wir nochmals zur Typisierung für Ziwar und all die anderen Patienten in Not aufrufen. Jeder soweit gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren (siehe Ausschlusskriterien), der noch nicht beim NKR oder bei einer anderen Spenderdatei (siehe Übersicht der Dateien in Deutschland, internationale Liste) registriert ist, kann sich mittels eines Abstrichs der Wangeninnenseite typisieren lassen. Hier können Sie ein Typisierungsset mit Wattestäbchen bei uns anfordern. Falls Sie nicht in Deutschland leben, finden Sie in dieser Liste Spenderdateien in anderen Ländern.

 

Die Ersttypisierung ist für einen neuen Spender im Grunde kostenlos. Die Laborkosten für die Analyse eines Abstrichs belaufen sich auf rund 40 Euro, die das NKR trägt. Damit wir weitere potentielle Lebensretter aufnehmen können, sind wir auf Spendengelder angewiesen. Bitte vermerken Sie bei einer Geldspende das Stichwort "Ziwar". Hier finden Sie weitere Infos.

Das ist Ziwar (Foto: privat)
Ziwar mit seinem Vater (Foto: privat)
Ziwar in der Klinik (Foto: privat)
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Wir sind NKR

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Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin der Verteidigung, Bundesministerin für Arbeit und Soziales a.D., Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a.D., ist bereits seit 2003 Spenderin des NKR.

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